Maria, 2012

Nachdem ich von meinen Eltern ein kräftiges Lindenholzbrett geschenkt bekam, habe ich eine Weile hin und her überlegt, was ich damit anfangen könnte. Im Liebigmuseum in Frankfurt gab es dann Anfang 2012 eine schöne Ausstellung, auch mit Holzskulpturen – und einige davon haben mich enorm beeindruckt. Allen voran die sehr lebendige Figur eines Abts, der durch Faltenwurf seines Gewands wirkt, als ob er unter Strom steht.

Weniger gefallen haben mir die ganzen Marien und anderen weiblichen Heiligen, die wirkten mir allesamt etwas fad und nicht ganz anwesend. Das Mittelalter liebte seine Frauen anscheinend jenseitig.

Aus dieser Anregung ist dann dieses Halbrelief entstanden:

Das Relief ist ca 50cm hoch; die Bemalung ist mit Ölfarbe, stark mit Terpentin verdünnt. Das riecht halt recht kräftig und mußte erstmal den Sommer über auf der Veranda ausdünsten.

Wer will, darf auch eine Maria darin sehen – und wahrscheinlich ist sie immer noch zu hellhäutig im Vergleich zur geschichtlichen Maria.

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