Als nächstes habe ich dann herausgefunden, daß sich beim örtlichen Künstlerbedarf auch Lindenholz bestellen läßt. Keine riesigen Klötze, aber zumindest groß genug, um eine stehende Figur daraus zu machen.
Meine Tochter, damals um die 10, hatte angefangen sich darüber zu beschweren, daß „alle Deine Figuren nackt“ seien. Also habe ich es mal zur Abwechslung mit Falten probiert. Daran muß man sich erst mal gewöhnen – das ist sehr anders als beim Zeichnen. Dort fügt man die Falte hinzu. Beim Bildhauen muß man die Falte im allgemeinen stehenlassen. Und dann sollte sie noch so fein sein, daß das Kleidungsstück nicht aussieht wie aus Dachpappe geschneidert…
Diese Fotos sind leider nicht besonders toll geworden. Aber wenigstens habe ich daran gedacht, mal ein Bild von einem Zwischenzustand zu machen…
Und dann gab’s da noch einen Ast von einem Fliederbaum, den mir ein Freund geschenkt hatte. Das wollte ich auch mal ausprobieren, und so entstand die Fee aus dem Flieder.
Die Skulptur wirkt auf den Fotos größer als sie ist; sie kommt nur auf knapp über 20cm. Mittlerweile hat das Holz eine schöne goldene Farbe angenommen. Die Rückseite ist unbearbeitet und zeigt noch die Rinde; ein Riß läuft von oben bis unten durch.
Tragen Feen Kleider? In meiner Vorstellung nur bedingt.





